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18. Spreewald-Literaturstipendium vergeben


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Pressemitteilung 6. Juli 2026

18. Spreewald-Literaturstipendium vergeben
Jury zeichnet fünf herausragende Autorinnen aus
 

Burg (Spreewald). Die Jury des Spreewald-Literaturstipendiums hat die fünf Residenzstipendien des 18. Jahrgangs vergeben. Aus 115 Bewerbungen in den Bereichen Prosa, Lyrik, Theater und Drehbuch wurden Autorinnen ausgewählt, die in den kommenden Monaten und Jahreszeiten im Bleiche Resort & Spa in Burg (Spreewald) an ihren aktuellen literarischen Projekten arbeiten werden.

„Wir haben einen außergewöhnlich starken Jahrgang erlebt. Die Qualität der eingereichten Arbeiten war beeindruckend und hat der Jury die Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagt Kuratorin Franziska Stünkel, Filmregisseurin, Drehbuchautorin und Fotokünstlerin.

Dem unabhängigen Auswahlgremium gehören außerdem Nina Bohlmann, Filmproduzentin, Prof. Dr. Martin Lüdke, Literaturkritiker, Friedrich Schirmer, Theaterintendant a. D., sowie Prof. Dr. Bernhard Schlink, Schriftsteller und Jurist, an.

Die fünf Residenzstipendien gehen aktuell an:

  • Felicia Zeller – Sommerresidenz 2026 (Theater)
  • Anna Prizkau – Herbstresidenz 2026 (Prosa)
  • Irene Diwiak – Winterresidenz 2026/27 (Prosa)
  • Ruth-Maria Thomas – Frühlingsresidenz 2027 (Prosa)
  • Lena Riemer – Residenz der „5. Jahreszeit“ (Theater)

Das Spreewald-Literaturstipendium wird vom Bleiche Resort & Spa gemeinsam mit der Spreewälder Kulturstiftung vergeben. Es zählt zu den renommierten Residenzstipendien im deutschsprachigen Raum und fördert jährlich literarisches Arbeiten in den Bereichen Prosa, Lyrik, Theater und Drehbuch.


DIE PREISTRÄGERINNEN

Trobisch

+++ Felicia Zeller – Sommerresidenz 2026 (Theater)

Die in Stuttgart geborene Dramatikerin zählt zu den meistgespielten Theaterautorinnen im deutschsprachigen Raum. Nach ihrem Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg entwickelte sie eine unverwechselbare dramatische Sprache, in der sie mit Tempo, Witz und sprachlicher Präzision die Absurditäten des Arbeits- und Verwaltungsalltags seziert.

Zu ihren bekanntesten Stücken gehören „Kaspar Häuser Meer“„Bier für Frauen“„X-Freunde“ und „Der Fiskus“. Seit einigen Jahren widmet sie sich ihrem selbst beschriebenen Genre der „Wirtschaftsdramatik“. Für ihr Gesamtwerk erhielt sie 2020 den Else-Lasker-Schüler-Dramatik-Preis.

 

Anna Prizkau

+++ Anna Prizkau – Herbstresidenz 2026 (Prosa)

Anna Prizkau wurde 1986 in Moskau geboren und kam als Kind mit ihrer Familie nach Deutschland. Nach Studienjahren in Hamburg und Berlin arbeitete sie viele Jahre als Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Heute lebt sie in Berlin.

Mit ihrem Erzählband „Fast ein neues Leben“ wurde sie 2020 mit dem Literaturpreis der Landeshauptstadt Hannover ausgezeichnet und war 2021 Teilnehmerin des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs. 2025 erschien ihr vielbeachteter Roman „Frauen im Sanatorium“ im Rowohlt Verlag.

 

Diwiak

+++ Irene Diwiak – Winterresidenz 2026/27 (Prosa)

Die österreichische Autorin Irene Diwiak wurde in Graz geboren, wo sie auch aufwuchs. Sie studierte Judaistik, Slawistik und Vergleichende Literaturwissenschaft in Wien, wo sie heute lebt und arbeitet. Seit ihrem Debütroman „Liebwies“ (2017) zählt sie zu den markanten literarischen Stimmen Österreichs.

Es folgten die Romane „Malvita“„Sag Alex, er soll nicht auf mich warten“ und zuletzt „Die allerletzte Kaiserin“. Zahlreiche Literaturpreise und Stipendien sowie der erste Platz beim Walter-Kempowski-Literaturpreis 2025 würdigen ihr literarisches Werk.

 

Thomas

+++ Ruth-Maria Thomas – Frühlingsresidenz 2027 (Prosa)

Ruth-Maria Thomas wurde 1993 geboren und wuchs in Cottbus auf. Nach ihrer Tätigkeit in der Jugendhilfe studierte sie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, wo sie heute lebt. Mit ihrem Debütroman „Die schönste Version“ gelang ihr 2024 der literarische Durchbruch. Das Buch stand unter anderem auf der Longlist des Deutschen Buchpreises und wurde mit dem Ulla-Hahn-Autorenpreis ausgezeichnet.

2025 hostete sie den rbb-Podcast „Der Bruch – Frauen zwischen Ost und jetzt“. Ihr zweiter Roman „Die zweitgrößte Liebe“ erscheint 2026.



Riemer

+++ Lena Riemer – Residenz der „5. Jahreszeit“ (Theater)

Die 2002 geborene Autorin studierte Germanistik und Soziologie in Düsseldorf sowie Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Seit 2026 studiert sie Dramaturgie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin.

Mit ihrem Debütstück „aufstiegskörper. ein fühlversuch“, das 2025 in Wien uraufgeführt wurde, gewann sie den Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie „Bester Nachwuchs“. Ihr Stück „unreif“ war für den Retzhofer Dramapreis nominiert. Lena Riemer engagiert sich zudem als Jurymitglied verschiedener Nachwuchswettbewerbe für Theater und Literatur.

 

Mehr zum Stipendium und den bisherigen Preisträger*innen unter: TUMBLR, LESUNGEN, STIFTUNG

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