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Fünf Preisträger*innen ausgezeichnet
13. SPREEWALD-LITERATUR-STIPENDIUM 2020/2021


Pressekontakt: Telefon +49 (0)30 280 967 02


15.12.2020

Fünf Preisträger*innen ausgezeichnet – 13. SPREEWALD-LITERATUR-STIPENDIUM 2020/2021

 

Burg/Spreewald, 15. Dezember 2020

Fünf Preisträger*innen wurden mit dem Spreewald-Literatur-Stipendium Jahrgang 2020/2021 durch die hochkarätig besetzte Jury ausgezeichnet. 106 Autorinnen und Autoren aus dem deutschsprachigen Raum bewarben sich in diesem Jahr für die jahreszeitlichen Residenzstipendien in den Kategorien Prosa, Lyrik, Theater und Drehbuch. Der Start für die nächste Ausschreibung wird sich aufgrund der Pandemie verzögern.

DIE PREISTRÄGER*INNEN 2020/21 SIND:

SPREEWALD-LITERATUR-STIPENDIUM Frühjahr für Jan Böttcher
SPREEWALD-LITERATUR-STIPENDIUM Sommer für Felicitas Korn
SPREEWALD-LITERATUR-STIPENDIUM Herbst für Moritz Rinke
SPREEWALD-LITERATUR-STIPENDIUM Winter für Björn Bicker
SPREEWALD-LITERATUR-STIPENDIUM »5. Jahreszeit« für Richard Schuberth

Aufgrund der Pandemie tagte die Jury erstmals digital.  Die Residenzaufenthalte werden alle in das Jahr 2021 gelegt und individuell abgestimmt.

Die Stipendien sind ein Engagement der Stifter Hotel Bleiche Resort & Spa in Burg/ Spreewald in Zusammenarbeit mit der Spreewälder-Kulturstiftung. Sie fördern die gegenwärtige Literatur (Prosa, Lyrik, Theater, Drehbuch) und die literarische Auseinandersetzung mit der Spreewaldregion.

Stipendien 2021/22: Der Termin für die nächste Ausschreibung wird sich aufgrund der Pandemie verzögern. Die Veröffentlichung wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Seit 2008 leitet Kuratorin Franziska Stünkel die Expertenjury.
Als Vorsitzende des Vergabegremiums wurde sie unterstützt von:

  • Nina Bohlmann (Filmproduzentin und Drehbuchautorin)
  • Martin Hoffmann (Jurist und General Manager des Budapest Festival Orchestra)
  • Prof. Dr. Martin Lüdke (Literaturkritiker)
  • Friedrich Schirmer (Theaterintendant und Dramaturg)
  • Prof. Dr. Bernhard Schlink (Schriftsteller und Jurist)

Mit der Kontinuität dieses Engagements können die Initiatoren auf zahlreiche spannende Begegnungen mit den Preisträgerinnen sowie Preisträgern zurückblicken und sind dem langfristigen Ziel, der Literatur hier im Spreewald eine besondere Heimat zu geben, abermals ein Stückchen näher gekommen (Liste der bisher Ausgezeichneten: siehe unten).

Zeit zum Arbeiten, zum Recherchieren, Denken und Ausruhen – fernab der Alltagshektik erleben die Autorinnen und Autoren in ihrer Residenzzeit die Region als einen besonderen Ort der Ruhe und Inspiration für ihre schriftstellerische Arbeit.
Dafür stehen ihnen auf dem Hotelareal neben einer Vielzahl attraktiver Rückzugsmöglichkeiten auch eine Bibliothek und Buchhandlung mit etwa 15.000 Büchern sowie ein Spa-Kino zur Verfügung. Während der Residenzzeit sind bis zu vier Lesungen vorgesehen, deren Inhalte vom Stipendiaten bestimmt werden. Der Eintritt zu allen Lesungen ist frei.

Mehr unter: https://www.bleiche.de/termine_lesungen und https://bleiche.tumblr.com/ und http://spreewaelder-kulturstiftung.de/


ZUSATZINFORMATIONEN ZU DEN PREISTRÄGERN:

+++ SPREEWALD-LITERATUR-STIPENDIUM Frühjahr für Jan Böttcher (Berlin)
 
JAN BÖTTCHER, 1973 in Lüneburg geboren, lebt als freier Autor, Sänger und Musiker in Berlin. Er hat Neuere deutsche Literatur und Skandinavistik in Berlin und Stockholm studiert. Von 1998-2006 war er Sänger und Texter der Berliner Band Herr Nilsson. Er ist Mitgründer des Musik- und Veranstaltungslabels KOOK berlin, aus dem der Verlag kookbooks hervorging. 2019 war er ebenso Mitgründer des Künstler*innenkollektivs Ministerium für Mitgefühl.

Böttcher hat bislang sechs Romane veröffentlicht, zwei davon standen auf Platz 1 der renommierten SWR-Bestenliste der Kritiker*innen (»Das Lied vom Tun und Lassen« im Jahr 2011 und »Y«, 2017). Seine Arbeiten wurden bereits mehrfach gewürdigt, u.a. gewann er 2007 den Ernst-Willner-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt. 
http://www.janboettcher.com


+++ SPREEWALD-LITERATUR-STIPENDIUM Sommer für Felicitas Korn (Berlin)

FELICITAS KORN, geboren 1974 in Offenbach am Main, ist Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Filmregisseurin. Werke sind u.a. der Musikclip zum gleichnamigen Hit »Supergirl« der Band Reamonn, der Kurzfilm »nass« mit Bela B. von der Band »Die Ärzte« und der Spielfilm »Auftauchen«, der nicht zuletzt aufgrund seiner »Radikalität und Konsequenz« (FBW) internationales Aufsehen erregte. In den letzten Jahren schrieb sie auch immer wieder für verschiedene Fernsehformate. 2020 erschien ihr erster Roman DREI LEBEN LANG. Aktuell arbeitet sie an dessen Verfilmung und an ihrem zweiten Roman. Korn lebt und arbeitet in Berlin.

Korn wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit Platz 1 der MTV Charts für »Supergirl« und dem Best New Director Award des International Filmfest Brooklyn für »Auftauchen«.
http://www.felicitaskorn.de


+++ SPREEWALD-LITERATUR-STIPENDIUM Herbst für Moritz Rinke (Berlin)

MORITZ RINKE, 1967 in Worpswede geboren, gehört zu einem der erfolgreichsten Dramatiker seiner Generation. Sein Stück »Republik Vineta« wurde 2001 zum besten deutschsprachigen Stück gewählt und 2008 für das Kino verfilmt. Im Sommer 2002 fand in Worms die Uraufführung seiner Neu-Dramatisierung »Die Nibelungen« statt, die mit Figuren aus überforderten Politikern, Liebenden und desaströsen Weltveränderern durch Mario Adorf als Hagen ein großes Publikum fand. Rinkes erste Arbeit für den Film (»September«), in dem er auch als Schauspieler debütierte, wurde 2003 zu den Internationalen Filmfestspielen nach Cannes eingeladen. »Café Umberto« wurde 2005 von zahlreichen Bühnen gespielt und Teil der Lehrpläne in Schulen und Universitäten. 2010 erschien sein Roman-Bestseller »Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel«. Sein Stück »Wir lieben und wissen nichts« (2012) wurde auf über 50 Bühnen national und international gespielt. 2017 bis 2018 leitete er das Autorenprogramm des Berliner Ensembles, nachdem er für die Neuausrichtung des alten Brecht-Ensembles vom Berliner Senat beauftragt worden war. 2018 wurde sein neues Stück »Westend« am Deutschen Theater uraufgeführt. Sein neuer Roman »Die Berührbaren« erscheint im August 2021. Moritz Rinke lebt und arbeitet in Berlin.


+++ SPREEWALD-LITERATUR-STIPENDIUM Winter für Björn Bicker
 
BJÖRN BICKER wurde 1970 in Koblenz geboren. Nach dem Studium der Literaturwissenschaft, Philosophie und Allgemeinen Rhetorik in Tübingen und Wien ist er als Dramaturgieassistent und Dramaturg am Wiener Burgtheater tätig.

Seit 2009 arbeitet Bicker als freier Schriftsteller, Regisseur und Projektentwickler an der Schnittstelle von Kunst, Politik Literatur und sozialer Praxis. Er schreibt Theaterstücke, Hörspiele und Prosa.

2013 erschien sein Roman »Was wir erben«. 2016 erhielt er für sein Buch »Was glaubt ihr denn. Urban Prayers« den TUKAN PREIS der Landeshauptstadt München.

Seine partizipativen Stadtraumprojekte wie BUNNYHILL, HAUPTSCHULE DER FREIHEIT, NEW HAMBURG oder URBAN PRAYERS haben die deutschsprachige Theaterlandschaft nachhaltig beeinflußt. Im Zentrum seiner Arbeit stehen Situation und Entwicklung der deutschen und europäischen Einwanderungsgesellschaft.

Zuletzt wurden seine Bühnenstücke »Das letzte Parlament (Ghost Story)« am Staatstheater Mainz 2018 und »Lehrer*innen« am Schauspielhaus Bochum 2019 uraufgeführt. Zudem arbeitet er immer wieder als Dozent für Dramaturgie, Projektentwicklung und Szenisches Schreiben an diversen Kunst- und Theaterhochschulen.
www.bjoernbicker.de


+++ SPREEWALD-LITERATUR-STIPENDIUM »5. Jahreszeit« für Richard Schuberth (Österreich)

RICHARD SCHUBERTH, Jahrgang 1968, ist Schriftsteller, Kulturwissenschaftler, Gesellschaftskritiker aus der Wachau, Niederösterreich. Zudem Cartoonist, Gründer des Musikfestivals Balkan Fever und Regisseur. Schuberth gewann dreimal den »Carl Mayer Drehbuchpreis« der Diagonale Graz. Der Essayist Karl-Markus Gauß schrieb über ihn: »Als Essayist, Kritiker und Polemiker behauptet sich Schuberth konsequent gegen den intellektuellen Konformismus, der über die bekannten Dinge die bekannten Meinungen hat. Damit nicht genug weiß er, was er zu sagen hat, auch noch scharf und elegant zu formulieren«.

Publikationen (Auswahl): »Chronik einer fröhlichen Verschwörung«, »Karl Kraus – 30 und drei Anstiftungen«, »Narzissmus und Konformität«, »Wie Branka sich nach oben putzte«, »Das neue Wörterbuch des Teufels«. 2020 brachte er den Roman der Roman »Bus nach Bingöl« heraus. Im April 2021 wird das historische Sachbuch »Lord Byrons letzte Fahrt. Eine Geschichte des Griechischen Unabhängigkeitskrieges« erscheinen. 
https://richard-schuberth.com


// PRESSEFOTOLINK: Pressefotos vom Hotel: www.bleiche.de/pressefotos, Pressefotos der Autoren: https://c.gmx.net/@334631451699976819/WWDq2wm8Q6SY0MhyTerapg
ACHTUNG, die Fotocopyrights sind stets aufzuführen! Siehe Presseinformation oder Copyrights an den jeweiligen Bildern. Bei Fragen bitte an Absender wenden.

 

// ÜBERBLICK DER PREISTRÄGER 2008 BIS 2020:

Jahrgang 2019/ 2020 – Aelrun Goette, Uwe Wittstock, Kathrin Gerlof, Verena Carl und  Markus Berges

Jahrgang 2018/ 2019 – Tamara Bach, Judith Schalansky, Wlada Kolosowa, Dagrun Hintze und Stefan Beuse

Jahrgang 2017/2018 – Jens Eisel (Prosa), Svenja Leiber (Prosa), Julia Wolf (Prosa), Annette Hagemann (Lyrik). Sonderstipendium: Charles Lewinsky (Prosa)

Jahrgang 2016/ 2017 – Eleonora Hummel, Frank Schulz, Walle (Walter-Hermann) Sayer, Stefanie de Velasco. Sonderstipendium: Monika Rinck

Jahrgang 2015/ 2016 – Lucy Fricke, Michael Proehl, Dr. Klaus Cäsar Zehrer, Christiane Neudecker und das Sonderstipendium für Dorit Linke

Jahrgang 2014/ 2015 – Nadja Klinger, Hansjörg Schertenleib, Susanne Stephan und Jan Brandt.

Jahrgang 2013/ 2014 – Thomas Hettche, Sebastian Stern, Bernd Cailloux, Bettina Balàka und das Sonderstipendium 2014 erhielt Steffen Popp.

Jahrgang 2012/ 2013 – Susanne Kippenberger, Saša Stanišić, Markus Orths, Akos Doma und Volker Harry Altwasser /Sonderstipendium.

Jahrgang 2011/ 2012 – Dr. Peggy Mädler, Dr. Martin Beyer, Jan Decker und Anna-Elisabeth Mayer.

Jahrgang 2010/ 2011 - Patrick Findeis, Sebastian Orlac, Martin Brinkmann, Heide Schwochow und das Sonderstipendium für Sabrina Janesch.

Jahrgang 2009/ 2010 – Larissa Boehning, Thomas Lang, Robert Seethaler und Bodo Morshäuser und ein Sonderstipendium ging an Nachwuchsschriftsteller Martin Rose.

Jahrgang 2008/ 2009 – Schriftsteller Sobo Swobodnik, Stefan Weidner, Dr. Johann von Düffel und Drehbuchautorin Esther Bernstorff. Ein Sonderstipendium ging an Dr. Wolfgang Schlüter.


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