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Rendes-Vouz / Lecture

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Spreewald-Literatur-Stipendium

 

Sommerresidenz 2026 (Theater)

Felicia Zeller

Sommer 2026

Lesungen mit Felicia Zeller

Felicia Zeller

Foto © Sandra Schuck

Die in Stuttgart geborene Dramatikerin zählt zu den meistgespielten Theaterautorinnen im deutschsprachigen Raum. Nach ihrem Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg entwickelte sie eine unverwechselbare dramatische Sprache, in der sie mit Tempo, Witz und sprachlicher Präzision die Absurditäten des Arbeits- und Verwaltungsalltags seziert.

Zu ihren bekanntesten Stücken gehören „Kaspar Häuser Meer“, „Bier für Frauen“, „X-Freunde“ und „Der Fiskus“. Seit einigen Jahren widmet sie sich ihrem selbst beschriebenen Genre der „Wirtschaftsdramatik“. Für ihr Gesamtwerk erhielt sie 2020 den Else-Lasker-Schüler-Dramatik-Preis.

 


Lesungen

am 29.07.2026, 18 Uhr „X-Freunde“​​​
am 05.08.2026, 18 Uhr „Einsam lehnen am Bekannten“​
am 12.08.2026, 18 Uhr „Deutsches Turnen“ und andere Texte
am 19.08.2026, 18 Uhr „Der Fiskus“


Eintritt frei
Um Anmeldung wird gebeten. Telefon 035603-620 oder per Email unter reservierung@bleiche.de

 

 

Frühlingsresidenz 2027 (Prosa)

Ruth-Maria Thomas

Sommer 2026

Lesung mit Ruth-Maria Thomas

Ruth-Maria Thomas

Foto © Jonas Holthaus

Ruth-Maria Thomas wurde 1993 geboren und wuchs in Cottbus auf. Nach ihrer Tätigkeit in der Jugendhilfe studierte sie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, wo sie heute lebt. Mit ihrem Debütroman „Die schönste Version“ gelang ihr 2024 der literarische Durchbruch. Das Buch stand unter anderem auf der Longlist des Deutschen Buchpreises und wurde mit dem Ulla-Hahn-Autorenpreis ausgezeichnet.

2025 hostete sie den rbb-Podcast „Der Bruch – Frauen zwischen Ost und jetzt“. Ihr zweiter Roman „Die zweitgrößte Liebe“ erscheint 2026.

 


Lesung

am 26.08.2026, 18 Uhr „Die zweitgrößte Liebe“​​​

Inhalt aus „Die zweitgrößte Liebe“​​​

Michelle ist Anfang dreißig, als ihr Leben im Osten des Landes auseinanderbricht. Sie lässt alles hinter sich und fängt von vorne an: Als Rezeptionistin eines Hotels trifft sie auf Luxus, westdeutschen Reichtum und – Henry. Einer, der ganz andere Startmöglichkeiten hatte als sie, dem es nie an irgendetwas gemangelt hat. Sie verlieben sich, allen Unterschieden zum Trotz. Es erscheint Michelle zum ersten Mal möglich, ein sorgloses Leben. Aber es wäre kein Buch von Ruth-Maria Thomas, wenn nicht alle schönen Gewissheiten irgendwann gehörig ins Wanken gerieten ... Mit großer Sogkraft und berückender Leichtigkeit erzählt der Roman von Aufstiegswünschen, Abstiegsängsten und von der Frage, was Freiheit und Sorglosigkeit für einen Preis haben.


Eintritt frei
Um Anmeldung wird gebeten. Telefon 035603-620 oder per Email unter reservierung@bleiche.de

 

 

Herbstresidenz 2026 (Prosa)

Anna Prizkau

Herbst 2026

Lesungen mit Anna Prizkau

Anna Prizkau

Foto © Valeria Mitelman

Anna Prizkau wurde 1986 in Moskau geboren und kam als Kind mit ihrer Familie nach Deutschland. Nach Studienjahren in Hamburg und Berlin arbeitete sie viele Jahre als Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Heute lebt sie in Berlin.

Mit ihrem Erzählband „Fast ein neues Leben“ wurde sie 2020 mit dem Literaturpreis der Landeshauptstadt Hannover ausgezeichnet und war 2021 Teilnehmerin des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs. 2025 erschien ihr vielbeachteter Roman „Frauen im Sanatorium“ im Rowohlt Verlag.

 


Lesungen

am 02.09.2026, 18 Uhr „Frauen aus dem Sanatorium"​​​
am 09.09.2026, 18 Uhr „Frauen aus dem Sanatorium Kapitel 18“​
am 16.09.2026, 18 Uhr „Fast ein neues Leben"


Eintritt frei
Um Anmeldung wird gebeten. Telefon 035603-620 oder per Email unter reservierung@bleiche.de

 

 

Eva Trobisch

September 2026

2 Filmabende mit Eva Trobisch

Felicia Zeller

Foto © Franziska Stenglin

Eva Trobisch wurde 1983 in Berlin geboren. Nach ersten Stationen am Theater studierte sie Regie an der HFF München sowie Screenwriting an der London Film School. "Alles ist gut" wurde in Locarno als bester Debütfilm ausgezeichnet und erhielt zahlreiche weitere Preise, darunter den Woman in Motion Award in Cannes. Ihr zweiter Langfilm "Ivo" lief 2024 im Berlinale-Wettbewerb Encounters und gewann den Heiner-Carow-Preis. Die Drehbuchautorin und Regisseurin war 2025 Preisträgerin des 17. Spreewald-Literaturstipendiums. Eva Trobisch lebt in Berlin und ist Mitgründerin der Produktionsfirma TRIMAFILM.

 


Filmabende in den Landtherme Lichtspielen der Bleiche

am 23.09.2026, 18 Uhr „Etwas ganz Besonderes“​​​
am 30.09.2026, 18 Uhr „Ivo“​

Filme

Etwas ganz Besonderes
Lea hat sich bei einer Castingshow beworben. Der Redakteur fragt: „Wer bist Du und was macht Dich aus?“ Lea weiß es nicht und beginnt, nach einem passenden Ich zu suchen. Unterdessen wird in ihrem Heimatort das Museum kostspielig aus EU-Töpfen saniert, während zeitgleich die Pension ihrer Familie ums wirtschaftliche Überleben kämpft.

Leas Familie, das sind ihre Eltern, Matze und Rieke, frisch getrennt da Rieke schwanger von einem neuen Mann ist, allerdings noch recht ungeübt in den neuen Familienverhältnissen. Ihre Großeltern, die ebenfalls selbst genug Probleme haben, miteinander und mit ihrem Waldhotel, das in der abgelegenen Region mehr Geld verschlingt als es einbringt. Und ihre Tante Kati, in der zwar Lea ein Vorbild sieht, die sich aber mit ihrem kulturhistorischen Anspruch als Museumsleiterin in der ostdeutschen Provinzstadt gerade keine Freunde macht. Auch in der eigenen Familie nicht. Selbst Leas beste Freundin Bonny ist anderweitig beschäftig, denn sie ist frisch verliebt in Leas aktivistischen Cousin Edgar.

Wer also ist die Kandidatin Lea - welche Homestory lässt sich daraus machen? "Etwas ganz Besonderes" ist eine Familiengeschichte. Und eine Gemengelage.

Ivo
Ivo arbeitet als ambulante Palliativpflegerin. Täglich fährt sie in unterschiedliche Haushalte. Zu Familien, Eheleuten und Alleinstehenden. In kleine Wohnungen und in große Häuser. In immer verschiedenes Leben und Sterben. In immer verschiedenen Umgang mit der Zeit, die bleibt. Zuhause haben sich ihre pubertierende Tochter und ihr Hund wegen Ivos Arbeitszeiten längst selbstständig gemacht. Von früh bis spät ist Ivo in ihrem alten Skoda unterwegs, die Freisprechanlage stets in Betrieb. Er ist ihr zum persönlichen Lebensraum geworden, hier nimmt sie ihre Mahlzeiten zu sich, arbeitet, singt, flucht und träumt.

Eine ihrer Patientinnen, Solveigh, war schon vor ihrer Erkrankung eine enge Freundin. Auch zu Solveighs Mann Franz hat Ivo eine enge Beziehung. Jeden Tag arbeiten sie bei der Pflege von Solveigh zusammen. Und sie schlafen miteinander. Solveighs Kräfte schwinden, bald ist sie bei den einfachsten Verrichtungen auf fremde Hilfe angewiesen. Die letzte Entscheidung will sie alleine treffen, Franz soll nichts davon erfahren. Sie bittet Ivo, ihr beim Sterben zu helfen.


Eintritt frei
Um Anmeldung wird gebeten. Telefon 035603-620 oder per Email unter reservierung@bleiche.de

 

 

Winterresidenz 2026/27 (Prosa)

Irene Diwiak

Winter 2026

Lesungen mit Irene Diwiak

Irene Diwiak

Foto © Bogenberger Autorenfotografie

Die österreichische Autorin Irene Diwiak wurde in Graz geboren, wo sie auch aufwuchs. Sie studierte Judaistik, Slawistik und Vergleichende Literaturwissenschaft in Wien, wo sie heute lebt und arbeitet. Seit ihrem Debütroman „Liebwies“ (2017) zählt sie zu den markanten literarischen Stimmen Österreichs.

Es folgten die Romane „Malvita“, „Sag Alex, er soll nicht auf mich warten“ und zuletzt „Die allerletzte Kaiserin“. Zahlreiche Literaturpreise und Stipendien sowie der erste Platz beim Walter-Kempowski-Literaturpreis 2025 würdigen ihr literarisches Werk.

 


Lesungen

am 18.11.2026, 18 Uhr „Sag Alex, er soll nicht auf mich warten“​​​
am 25.11.2026, 18 Uhr „Ein Hektar Heimat“​
am 02.12.2026, 18 Uhr „Die allerletzte Kaiserin

am 09.12.2026, 18 Uhr „O du Fröhliche! – eine heitere Adventlesung“

 

18. Nov 2026 – „Sag Alex, er soll nicht auf mich warten“
(C. Bertelsmann, 2023)

München, 1941. Die zwei Studenten Hans und Alex scheint auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu verbinden – bis sie eines Tages den Wehrsport schwänzen, um über Kunst und Literatur zu diskutieren anstatt Appell zu stehen. Von da an entwickelt sich zwischen den beiden eine tiefe Freundschaft. Doch ihr ständiger Alltagsbegleiter ist der Krieg. Und immer stärker brodelt in ihnen der Wunsch, ihre Stimme dagegen zu erheben…
Eine Geschichte der »Weißen Rose«, die nicht von ihrem Ende handelt, sondern von ihrem ganz besonderen Anfang – ergreifend, klug und nahbar.

25. Nov 1026 – „Ein Hektar Heimat“
(AT, erscheint voraussichtlich 2027)

In Ranshofen stehen die Häuser, als wollten sie nichts miteinander zu tun haben – und so leben auch die Bewohner: nebeneinanderher, aneinander vorbei.  Die kürzlich zugezogene Familie Lichtenegger – Volker, Vera und ihre Tochter Anna – wirkt in der konservativen Gegend geradezu exotisch. Sie fahren einen alten VW-Bus, tragen lange Haare und sind stets barfuß unterwegs. Doch sie bringen neuen Wind ins Dorf, denn endlich werden wieder Feste gefeiert, das geschlossene Gasthaus neueröffnet, die Gemeinschaft erwacht. Doch bald zeigt sich, dass hinter der friedlichen Hippie-Fassade der Lichteneggers eine völkische, rechtsextreme Ideologie lauert... Die Bewohner von Ranshofen müssen sich schließlich entscheiden, auf welcher Seite sie stehen – und was sie bereit sind, für ihre Überzeugungen zu opfern.

02. Dez 2026 – „Die allerletzte Kaiserin“
(C. Bertelsmann, 2024)

Claudia Hendl ist nicht unbedingt glücklich und noch weniger fantasiebegabt – bis eines Tages eine alte, egozentrische Dame in ihr Wirtshaus kommt. Ihr Name ist Johanna Fialla, und nachdem sie Vertrauen zu Claudia gefasst hat, eröffnet sie Unglaubliches: Sie, Johanna, sei in Wahrheit die Enkeltochter von Kronprinz Rudolf. Nach und nach erzählt Johanna ihre Lebensgeschichte, und Claudia, die niemals schriftstellerische Ambitionen gehabt hat, beginnt sie aufzuschreiben. Dabei erfährt sie vielleicht nicht unbedingt historische Fakten – aber sie erkennt, dass ein bisschen Fantasie das Leben erst lebenswert macht.

09. Dez 2026 – „O du Fröhliche! – eine heitere Adventlesung“
Irene Diwiak liest aus ihren (vor)weihnachtlichen Kurzgeschichten über eine freche Katze mit Weihnachtsphobie, ein Krippenspiel mit viel zu vielen Marien und einen kleinen Jungen, dem es vor Engeln graust. Freuen Sie sich auf einen lustigen Lesungsabend über die angeblich „stillste Zeit im Jahr“!


Eintritt frei
Um Anmeldung wird gebeten. Telefon 035603-620 oder per Email unter reservierung@bleiche.de